Erklärung zum Angriff auf AntifaschistInnen

24.09.2005 :: Köln :: Antizionisten prügeln nach »Intifada«-Demo

Am 24.09.2005 fand auf der Kölner Domplatte eine Kundgebung unter dem Motto »Fence Out Terror! Solidarität mit Israel!« gegen die zeitgleiche Demonstration zum fünften Jahrestag der »Intifada« statt. Die für 400 Teilnehmer angemeldete »Intifada«-Demo unter dem Motto »Schluss mit der Besatzung in Palästina, Irak, Afghanistan« zog letztendlich mit weniger als 100 Demonstranten nach einer kilometerlangen Route durch die Kölner Innenstadt an der antifaschistischen Kundgebung vorbei. Nach dem Ende der Veranstaltung gingen fünf Teilnehmer der zeitnah beendeten »Intifada«-Demo, darunter auch Mitglieder des Duisburger Initiativ e.V./Antifakomitee, auf wartende AntifaschistInnen los.

Einer der »Intifada«-Anhänger fing an, die AntifaschistInnen zu beschimpfen und zu bespucken. Sekunden später schlug er einer jungen Frau völlig unvermittelt mit einem Eisenstativ gezielt ins Gesicht und verletzte sie am Auge. Weitere Mitglieder des Initiativ e.V./Antifakomitee eilten dazu und schlugen und traten auf die AntifaschistInnen ein. So wurde unter anderem ein Antifaschist mit einer vollen Wasserflasche ins Gesicht geschlagen und ebenfalls am Auge verletzt. Die Polizei kam kurz darauf hinzu und drängte die Angegriffenen zur Seite. Die Angreifer konnten flüchten.

Nicht geliebt und dennoch geduldet, wird der Initiativ e.V./Antifakomitee in der Traditionslinken immer noch akzeptiert – trotz seiner antizionistischen »Solidaritätsdelegation nach Palästina« sowie seinen Kampagnen »Free Iraq« und »10 Euro für den irakischen Widerstand«. Nach wie vor ist der gewalttätige und offen antisemitische Initiativ e.V./Antifakomitee in antifaschistischen Linklisten zu finden, seine Mitglieder werden auf Demos weiterhin geduldet.

Dieser Angriff zeigt einmal mehr, dass Gruppen innerhalb der traditionellen Linken, wie Initiativ e.V./Antifakomitee, nicht davor zurückschrecken, ihre von Gewalt geprägte Ideologie in die Tat umzusetzen. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu solchen Angriffen. Dass Mitglieder solcher Organisationen auch Tote billigend in Kauf nehmen, zeigt die Messer-Attacke beim Berliner »Karneval der Kulturen« im Jahr 2004, bei der zwei Antifaschisten schwer verletzt wurden.

Wir fordern eine konsequente Kritik an linken Strukturen, in denen antisemitische Gruppen und Positionen immer noch verankert sind. Das Ergebnis einer solchen Diskussion kann nur das Ende jeglicher Zusammenarbeit mit solchen Gruppen und deren Ausschluss aus antifaschistischen Zusammenhängen sein.

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